Brauchtumsfeuer

   

Laut Brauchtumsfeuerverordnung gemäß Bundesluftreinhaltegesetz dürfen Brauchtumsfeuer ausschließlich am Karsamstag (von 15.00 Uhr bis Ostersonntag 03.00 Uhr) und zur Sommersonnenwende am 21. Juni entzündet werden.
Weiters dürfen nur biogene Materialien im trockenen Zustand verbrannt werden. Weiters dürfen keine Brandbeschleuniger verwendet werden. Es ist auch darauf zu achten, die Rauchentwicklung möglichst gering zu halten. Brauchtumsfeuer dürfen auch nur 50 m von Gebäuden und Verkehrsflächen bzw. 100 m von Energieversorgungsanlagen (auch Photovoltaikanlagen) entfernt entfacht werden.
Außerdem ist ein Mindestabstand von 40 m zu Baumgruppen und Wald einzuhalten.

Verstöße gegen diese Verordnung sind nach § 8 Bundesluftreinhaltegesetz strafbar.

Weitere Regelungen über das  Verbrennen von biogenen Materialien  finden sich im Bundesgesetz über ein Verbot des Verbrennens biogener Materialien außerhalb von Anlagen.

1.) Flächenhaftes Verbrennen
beispielsweise Böschungen, Feldraine, Bahndämme ist in der gesamten Steiermark verboten.

2.) Punktuelles Verbrennen
biogener Materialien aus dem Hausgartenbereich und landwirtschaftlich nicht intensiv genutzten Haus- und Hofbereich  ist ganzjährig verboten.

Ausgenommen von diesem Verbot sind nur solche Stoffe, die auf Grund ihres Schadstoffgehaltes, die Verwertung der übrigen Abfälle gefährden oder erschweren. Das bedeutet, dass diese Ausnahme in der Praxis nur für feuerbrand- und borkenkäferbefallene Pflanzen bzw. Pflanzenteile gilt. Verstöße gegen das Bundesgesetz über das Verbot des Verbrennens biogener Materialien außerhalb von Anlagen werden von der Bezirksverwaltungsbehörde mit bis zu € 3.630,-- bestraft.